Was ich bisher aus dem Crash gelernt habe, lässt sich auf folgendes Reduzieren:
- Init-Stopps sind Pflicht. Dazugehörende Verluste sind sofort einzurechnen und der Einstieg sollte entsprechend vorsichtig erfolgen. Hier kann es helfen mit kleinen Testpositionen zu beginnen und bei Erfolg aufzustocken. Dies kann allerdings schnell auch ein Großteil der Performance kosten. Dies ist aber im Einzelfall besser als mit hohen Init-Stopps Verluste mitzunehmen.
- Übernachtpositionen mit KO-Scheinen sind extrem heikel, da wie bei mir geschehen, Eröffnungen mit -6% ohne Handlungsmöglichkeiten auch im vorbörslichen Handel starten können. Hier ist es dann bereits zu spät.
- Trailing-Stopps sind notwendig, um Gewinnpositionen abzusichern. Diese sollten die aktuelle Volatilität einbeziehen und dringend bei hohen Gewinnpositionen >25% nachgezogen werden.
- Stoppkurse sind auf glatten technischen Marken unsinnig, da hier zu viele Stoppkurse liegen. Ein Abstand von -5% hierzu kann ein Ausstoppen am Umkehrpunkt vermeiden. Dies erhöht aber zugleich immer das Depotrisiko.
Die letzten 3 Wochen haben mich einige graue Haare gekostet, obwohl alles sehr einfach hätte sein können mit einer klaren Put-Strategie. Die Verwerfungen in diesem Ausmaß, ohne technische Gegenreaktion, konnte ich mir persönlich allerdings nicht vorstellen.
... und vorbei ist es noch lange nicht. Gerade hat Dänemark 12Mrd. Unterstützung von der EZB bekommen. Eine kurzfristig fällige Gegenbewegung rechtfertig zur Zeit aber eine Risikoposition. Übernachtpositionen sind für mich weiterhin tabu, nach einem 100% Ausfall KO, bis die Vola etwas aus dem Markt heraus ist ...
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