Am Wochenende wurde nun die nächste Stufe der Sozialisierung von privater Misswirtschaft durch die Verstaatlichung von Fannie-Freddy gezündet. Beide Firmen besitzen oder garantieren etwa 42% der Eigenheim-Hypotheken. Nominal beläuft sich somit das Volumen auf vier Billionen Dollar an Hypotheken, denen 2,6 Billionen Dollar an Schulden gegenüberstehen! Die Risiko einer weiter dramatischen Verschuldung der USA wächst damit weiter an. Die möglichen Belastungen schätzt man zur Zeit mit 300Mrd US$ ein. Die Frage ist nur, warum geht man diesen drastischen Schritt und betreibt die höchste jemals geschehene nominale Verstaatlichung. Ganz einfach, weil der Hypothekenmarkt über Nacht zusammengebrochen wäre und weltweit ein Tsunami ausgelöst hätte. Man hatte praktisch keine Wahl mehr: Konkurs mit unabsehbaren Folgen oder Aufnahme weiterer Staatsschulden und dem Risiko einer Dollarabwertung.
Das Traurige dabei ist, dass auch hier Betrug und Fälschung an der Tagesordnung war. Leider wird auch dies zu einem weiteren Vertrauensverlust zur Bonität von amerikanischen "Papieren" jeder Art führen können. Leider leben die Amerikaner aber auf Pump und sind auf ausländisches Kapital angewiesen und damit auch auf Vertrauen in die Rückzahlungsfähigkeit.
Die Märkte erkennen das eigentliche Bild noch nicht und steigern sich in eine kleine Rallye, weil ein Sorgenkind scheinbar verschwunden ist. Nur der Staat und damit der US$ und die Staatsanleihen hängen nun direkt am Tropf der weiteren Entwicklung am Hypothekenmarkt.
Die Frage ist wie lange schauen ausländische Investoren sich den weiteren Wertverlust noch an oder erwartet irgendjemand, dass die Wertverluste bei den Immobilien nun vom Markt sind und die Konsumenten nun wieder unbesorgt einkaufen können bei weiter steigender Arbeitslosigkeit? Die Binsenweisheit: "Die Börse schaut nur nach vorn", ist hier leider nicht anzuwenden, da bisher wirklich keine! Daten auf eine Besserung hindeuten.
Wie schaut daher das Bild für mich in Stichpunkten aus:
- Währungsturbulenzen
- US Stagflation tritt offen zu Tage
- Eskalierende Kredit-/ Bankenkrise
- Sorgen zum Übergreifen der Bankenkrise auf die Realwirtschaften der USA, Asien, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Griechenland, und Italien
- Verwerfungen auf den Geld-/Finanzmärkten
- Dramatische Verstärkung der Manipulation der US Finanzsysteme
- Ausufernde Geldmengenerweiterung in den USA
- US Autokonzerne komplett konkursgefährdet
- US Eigenheimindustrie komplett konkursgefährdet
- US Anleihenversicherer komplett konkursgefährdet
- Diverse US Investment- und Hypothekenbanken konkursgefährdet
- Diverse US Pensionsfonds konkursgefährdet
- Diverse US Hedgefonds konkursgefährdet
- Diverse US Airlines konkursgefährdet
- Inflationsrate inzwischen in mehr als 50 Ländern oberhalb von 10 Prozent.
- Sorgen über bevorstehenden Angriff des Iran durch USA oder Israel
- Massiver Wertverfall der US Immobilien, der Spanischen Immobilien, der britischen Immobilien, der Irischen Immobilien, der Baltischen Immobilien und Isländischen Immobilien.
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